Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenkasse

Die Vorsorge ist die Königsdisziplin der Medizin. Denn viel besser als Krankheiten zu behandeln ist es, wenn man die Entstehung von Krankheiten verhindert oder diese zumindest so früh erkennt, das sie einfach und erfolgreich zu behandeln sind. Hierfür gibt es ein Vorsorgeprogramm der gesetzlichen Krankenkassen, welches Sie kostenlos in Anspruch nehmen können. Wann Sie welche Untersuchung in Anspruch nehmen können, sehen Sie in der untenstehenden Tabelle. Darüberhinaus gibt es natürlich die Kinderuntersuchungen U1-9, welche in unserer Praxis jedoch nicht durchegführt werden.

Alter 12-13 ab 20 ab 35 ab 45 ab 50 ab 55 ab 65
Frauen

J1

einmalig

Krebs-

vorsorge

1x im Jahr

Check up + Hautkrebs-vorsorge

 

alle 2 Jahre

 

Frauen: Mammographie

alle 2 Jahre

(bis 69 Lj.)

 

Alle: Labortest

auf Blut im Stuhl

1x im Jahr

 

Entweder:

Darmspiegelung

alle 10 Jahre

 

oder:

Labortest

auf Blut im Stuhl

alle 2 Jahre

 

 

 
Männer -

Krebs-

vorsorge

1x im Jahr

Bauch-

aorten-

aneurysma

Screening

Die Erklärungen zu den einzelnen Untersuchungen finden Sie unten

Vorsorgeleistungen der privaten Krankenkasse

Da es die unterschiedlichsten Tarife in der privaten Krankenkasse gibt, kann man hier nicht allgemeingültig sagen, was Ihre Krankenkasse übernimmt. Meistens ist die Kostenübernahme allerdings kein Problem, auch jährliche Check-Ups und etwaige Zusatzuntersuchungen werden meist ohne Probleme übernommen. Für die zeitliche Abfolge der Vorsorgeuntersuchungen kann die Tabelle jedoch zumindest als ungefährer Anhalt auch bei privat Versicherten dienen, da diese nach wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellt und damit durchaus vernünftig ist.

Wenn Sie sicher gehen wollen, ob und was Ihre Krankenkasse bezahlt, sollten Sie Sich mit dieser in Verbindung setzen.

Erklärung der einzelnden Untersuchungen:

 

J1: Bei der Jugendvorsorgeuntersuchung wird untersucht, ob es körperliche Entwicklungsstörungen oder Probleme gibt, es wird aber auch über spezielle Belange dieses Alters gesprochen wie Schulprobleme, Drogenmißbrauch, Mobbing usw. Außerdem wird versucht chronischen Krankheiten vorzubeugen, hierbei wird auf Eßstörungen, Haltungsschwächen, sportliche Betätigungen eingegangen. Näheres finden sie in einer Broschüre in unserem Downloadzentrum

Krebsvorsorge: Bei den Frauen wird diese schon ab 20 Jahren durchgeführt, hierbei wird eine Genitaluntersuchung mit Abstrichentnahme zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses durchgeführt, ab dem 30. Lebensjahr gehört auch das Abtasten der Brust zum Inhalt der Untersuchung. Bei Männern geht es (weil die entsprechenden Krebsarten erst im höheren Lebensalter auftreten) erst mit 45 Jahren los, hierbei wird vor allem die anale Tastuntersuchung zur Beurteilung von Prostata und Enddarm durchgeführt. Die vielfach durchgeführt Laboruntersuchung auf PSA ersetzt diese - zugegebenermaßen etwas unangenehme Untersuchung - nicht, da es auch Prostatakrebs ohne auffälliges PSA gibt.

Check Up: Ab 35 Jahren im 2 Jahresrhythmus wird der Check Up angeboten. Hierbei nehmen wir bei einem ersten Termin Blut ab, dieses wird auf Cholesterin, Zucker und einen Nierenwert untersucht, außerdem wird der Urin auf diverse Faktoren untersucht. Wenn es kontrollbedürftige Vorerkrankungen gibt, werden diese auch kontrolliert, wie zum Beispiel Schilddrüsewerte bei bekannten Schilddrüsenerkrankungen. 

Bei einem zweiten Termin besprechen wir diese Werte und reden über ggf. vorhandene gesundheitliche Beschwerden. Den Impfstatus überprüfen wir kurz, ausserdem wird eine umfassende körperliche Untersuchung durchgeführt.

 

Der wichtigste Inhalt dieses Check Ups ist sicher die Erfassung von vorhandenen Herz-Kreislaufrisikofaktoren. Mit 35 Jahren haben zwar noch nicht viele Menschen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wenn wir diese jedoch später verhindern wollen, müssen wir schon in diesem Alter damit anfangen: Die Enstehung der wichtigsten Ursache für Herz-Kreislauferkrankungen, der Arteriosklerose, braucht Jahre bzw. Jahrzehnte. Wer daher mit 35 Jahren nicht auf Risikofaktoren aufpasst, ist mit 50 Jahren herzinfarktgefährdet. Ausführliche Infos zu der Untersuchung finden Sie auch Faltblatt der Patientenberatung Hamburg

 

Viele Patienten möchten darüberhinaus weitere Untersuchungen durchführen lassen, zum Beispiel eine Vorsorge Ultraschalluntersuchung oder große Vorsorgeblutuntersuchungen. Diese werden jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gezahlt. Unser dahingehendes Angebot finden Sie hier

Hautkrebsvorsorge: Ebenfalls ab 35 Jahren kann man alle 2 Jahre eine Hautkrebsvorsorge durchführen lassen. Hierbei handelt es sich um eine Begutachtung der gesamten Hautoberfläche auf den besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs (Melanom), aber auch auf weniger aggressive Krebsarten wie das Basaliom und das Spinaliom. Bei Verdacht auf eine auffällige Läsion überweisem wir Sie zur weiteren Therapie zum Hautarzt.

Darmkrebsvorsorge: Der Dickdarmkrebs ist immer noch einer der häufugsten Krebsarten. Daher ist diese Vorsorgeuntersuchung ebenfalls sehr zu empfehlen. Ab dem 50. Lebensjahr wird hierbei einmal im Jahr eine Untersuchung auf Blut im Stuhl durchgeführt. Mit 55 Jahren hat man dann die Wahl: Die bessere, weil sicherere Untersuchung, ist eine Darmspiegelung, bei der man die Vorstufe von Darmkrebs, die sogenannten Polypen, ganz einfach entfernen kann. Haben Sie keine Angst: Die Untersuchung ist nicht so schlimm, wie bei Kaffekränzchen oder Stammtisch gern behauptet wird, und sie sind einfach besser geschützt vor einer unangenehmen und manchmal tödlichen Krankheit.

Wer es dennoch nicht machen möchte, kann weiterhin die Untersuchung auf Blut im Stuhl wahrnehmen, nun allerdings nur noch alle 2 Jahre.

Die Darmspiegelung wird noch einmal mit 65 Jahren empfohlen, es kann aber sein daß der durchführende Facharzt das Intervall wegen der Untersuchungsbefunde kürzer empfiehlt. Genauere Informationen finden Sie im Faltblatt der Krebshilfe

Mammographie: Zur Mammographie werden Sie von den beauftragten Zentren eingeladen. Hierbei kann mit einer speziellen Röntgentechnik nach auffälligen Knoten gesucht werden, welche noch nicht von außen tastbar sind.

Bauchaortenaneurysmascreening: Diese wurde zum 01.01.2018 neu eingeführt. Ein Aneurysma ist eine Erweiterung eines Blutgefäßes. Bei starker Ausprägung kann dieses Zerreissen und hierbei schwerwiegende Folgen haben. Die Bauchaorta ist einer Ultraschalluntersuchung gut zugänglich, falls Auffälligkeiten gefunden werden wird dies regelmäßig kontrolliert, ggf. kann hier operativ Abhilfe geschaffen werden.

Die Vorsorgeleistung können die besonders gefährdeten Männer ab 65 Jahren einmalig in Anspruch nehmen.

Dr. Stefanie Erich

Jan-Martin Erich

Fachärzte für Allgemeinmedizin

Fersenweg 2

21037 Hamburg-Kirchwerder

Telefon: 040 / 737 24 42

Telefax: 040 / 737 57 66

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